Born to be free – Teil 3

Verlier dein Ziel nicht aus den Augen”, klebt bei uns derzeit auf dem Kühlschrank. So begegnet mir dieser Spruch mehrmals täglich, morgens, abends, am Wochenende sogar noch häufiger. Ich weiß nicht, wie es dir geht, wenn du so einem Spruch täglich begegnest, man denkt häufiger über die unerledigten Dinge und Ziele des Lebens nach, als einem vielleicht lieb ist. Als ich vor einigen Tagen erneut den Kühlschrank öffnete, ging mir auf, dass dieser Spruch auch eine andere Bedeutung hat, wenn ich das Wort Ziel durch Gott oder Jesus Christus ersetze. Verliere Gott nie aus den Augen. Vergiss nie, wer du in Augen Gottes bist. Vergiss nie, wozu du von Gott berufen bist und was Er dir geschenkt hat. Johannes Paul II hat es einmal so ausgedrückt: „Die ganze Schöpfung ist in Wirklichkeit eine Offenbarung seiner Herrlichkeit; besonders der Mensch (vivens homo) ist das Sichtbarwerden der Herrlichkeit Gottes, berufen, aus der Fülle des Lebens in Gott zu leben (Nachzulesen in Tertio Millennio Adveniente, Nr. 6).“

Und da frage ich mich, glaube und lebe ich das? Was ist, wenn ich es tatsächlich ernst nehme, dass ich eine Offenbarung seiner Herrlichkeit bin und berufen bin, aus der Fülle des Lebens in Gott zu leben? Ich finde, das verändert einiges. Es beginnt mit den Gedanken über mich selbst, es endet mit den Gedanken an das Ziel meines Lebens. Ich denke, es ist für jeden von uns mit einer Glaubensentscheidung verbunden. Die einen müssen vielleicht ihre Ziele überdenken. Die anderen müssen vielleicht den für sie radikalen Schritt tun und Gottes gute Sicht auf ihre Person im Glauben annehmen und leben.

Ich möchte dir einen Vorschlag machen, gehe in eine Kirche, setze dich vor den Tabernakel oder vor das ausgesetzte Allerheiligste und nehme dir mindestens eine halbe Stunde Zeit. Wenn du keine geöffnete Kirche findest, nehme dir die Zeit zuhause und achte darauf, dass du nicht gestört wirst. Versuche mit Gott ins Gespräch zu kommen, stelle dir seine Größe und Herrlichkeit vor, die nur eine Antwort kennt: Anbetung. Dann stelle dir folgende Fragen: Wie denke ich über mich selbst? Welche Ziele habe ich im Leben? Im nächsten Schritt: Wer bin ich in Gottes Augen? Weiß ich, wie Gott mich sieht, als Person? Lebe ich aus der „Fülle des Lebens in Gott?“ Aus eigener Erfahrung weiß ich, die Zeit, die ich vor und mit Jesus verbringe, verändert mich und ist niemals eine verlorene Zeit. Wenn Du Dir jeden Tag Zeit nimmst Jesus zu begegnen, vor allem vor dem Tabernakel oder in der eucharistischen Anbetung, dann hilft dir das ganz sicher, dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Wie denkst Du darüber?

Born to be free – Teil 2

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