Die Vision

 

Unsere Vision ist ein eucharistisches Gebetshaus,
dessen Herz eine 24/7 Anbetung ist,
HOPE – House of Prayer and the Eucharist.

♥  Anbeten non stop, 24 Stunden pro Tag, 7 Tage in der Woche
= 24/7 Anbetung
♥ In Stille, mit Lobpreismusik, gestalteten Stunden oder neuen
kreativen Formen, jeder so, wie er kann und möchte
♥ Mit Jesus Christus in der Eucharistie im Zentrum
♥ Ein Ort der Gemeinschaft mit Gott und untereinander

Das ist unsere Vision. HOPEHouse of Prayer and the Eucharist.

Hier erfährst du, wie es dazu kam und wie weit wir heute sind, diese Vision lebendig werden zu lassen.

1. Ein Ruf
2. Erste Schritte
3. HOPE: Damit sind wir nicht allein
4. 24/7 Anbetung: Das Herz von HOPE
5. HOPE: Der eucharistische Christus im Zentrum
6. Säulen von HOPE: prophetic worship und stille Anbetung
7. Was geschieht aktuell?

1. Ein Ruf

Aus dem Tabernakel sehe ich ein großes Licht kommen, in diesem Licht formiert sich ein kleiner Fluss, eher ein wild strömender Bach, der direkt vom Tabernakel fließt. Er fließt durch eine steinige Geröllebene, mit zum Teil sehr großen Gesteinsbrocken. Ich sehe ein paar Menschen, die krank und gebrechlich aussehen und die versuchen zu dem Wasser zu kommen, doch es ist wegen des Gerölls und der vielen Steine sehr schwierig. Der Bach fließt weiter, wird etwas größer und fließt in Richtung einer Felswand. In der Wand ist eine Öffnung, durch die das Wasser drängt, und dann sehe ich, wie das Wasser hinter der Öffnung hinunterstürzt und zu einem mächtigen Wasserfall wird, der sich weit unten in einen See ergießt. Ich sehe nun den Wasserfall vom See aus, es ist ein ruhiger See mit breiten, schönen Ufern, Bäumen, Grünpflanzen und Blumen. Viele Menschen, die krank und verkrüppelt aussehen, gehen zum Ufer ans Wasser, ich sehe Jesus auf dem See gehen, wie er lächelnd in alle Richtungen segnet; ich sehe ihn auch über dem Wasser des oberen Baches gehen, und die Menschen segnen, die dort zum Wasser kommen. Sie trinken und strahlen vor Freude, und die mit Krücken kamen, werfen sie weg.

Dieses war ein starker Gebetseindruck 2009 während einer Anbetungszeit vor dem Tabernakel in der Kapelle, in der wir heute eine 24/7 Anbetung aufbauen. Es war für uns die eigentliche Geburt der Idee einer Tag-und-Nacht-Anbetung. Es ging und geht darum, das permanent fließende Wasser des Lebens und der Heilung, das aus dem Tabernakel hervorströmt, den Menschen wieder zugänglich zu machen. Indem wir Christus anbeten, der hier auf so außerordentliche Weise unter der Gestalt des Brotes gegenwärtig ist. Nonstop, rund um die Uhr. Es kamen weitere innere Impulse während unseres persönlichen und gemeinsamen Gebetes, und es wurde uns beiden klar: Gott will es.

Der Tabernakel in St. Josef

2. Erste Schritte

Um nicht Trugbildern zu folgen, wurde dieses Anliegen mit einem Priester unseres Vertrauens besprochen, um es geistlich zu prüfen, und wir warteten erst einmal ab. Als äußere Bestätigungen kamen, vor allem die notwendigen Erlaubnisse, war uns klar: Gott öffnet eine Tür.

Anfang 2010 fingen wir mit einer Stunde stiller Anbetung pro Woche vor dem ausgesetzten Allerheiligsten an. Ein so großes Projekt einfach so zu starten war für uns eine Frage des Glaubens. Auch kannten wir damals noch nicht die großen, ermutigenden Gebetsaufbrüche in der Kirche und allen Konfessionen.

3. HOPE – damit sind wir nicht allein

Doch schon bald, je mehr wir uns mit diesem Ruf beschäftigten, entdeckten wir im katholischen Raum die vielen Bewegungen zur eucharistischen Anbetung, z.B. in USA, Frankreich, Italien und im deutschsprachigen Raum, die die alten monastischen Traditionen der ewigen Anbetung neu und mit dem Engagement von Laien belebten. Um nur einige zu nennen:  Père Florian Racine in Frankreich und Don Pigi Perini in Italien, Pfarrer Bernhard Hesse (früher Türkheim, jetzt St. Anton in Kempten) oder auch das Exerzitienzentrum St. Clemens in Berlin.

Als wir von unseren evangelischen und freikirchlichen Geschwistern hörten, so besonders von Pete Greig und der 24/7 Gebetsbewegung, dem International House of Prayer in Kansas City (ihopkc) und dem ökumenischen Gebetshaus Augsburg, erweiterte dies unsere Vision über die stille Anbetung, wie wir sie aus der monastischen Tradition kennen, hinaus.

Wir waren fasziniert davon, wie dort Stunde um Stunde in ihren prayerrooms mit Musik, Gesang, den Charismen und vielen kreativen Ideen gebetet und angebetet wird, und es wurde immer deutlicher: Gott ruft auch uns zu neuen Formen der Anbetung, um Ihn wieder neu in der Welt bekannt zu machen.

Es war in gewisser Weise auch ein Wiederfinden alter Formen und Versuche, Tag und Nacht unablässig zu beten. So gründete der Mönch Alexander im vierten Jahrhundert ein Kloster, in dem ca. 300 Mönche rund um die Uhr Psalmen beteten und sangen. Chöre von drei Nationen, der Syrer, Griechen und Lateiner, wechselten sich ab. Sie wurden recht schnell als die sogenanten Akoimeten, die „Schlaflosen“ bekannt.  Oder das berühmte Kloster Bangor in Irland,  in dem Jahrzehnte, manche sprechen sogar von 200 Jahren, Tag und Nacht gebetet und Psalmen und Lieder gesungen wurden. Die Kirchengeschichte kennt viele Vorläufer und Formen des Tag-und-Nacht Gebets, auch mit Gesang und musikalischem Lobpreis.

4. 24/7 Anbetung – das Herz von HOPE

Es kristallisierte sich für uns immer mehr heraus, wie ein 24/7 prayer heute ins Katholische hinein übersetzt werden kann. Wir kamen zu dem, das wir inzwischen als „24/7-Prinzip“ bezeichnen, um es von der klassischen eucharistischen Anbetung zu unterscheiden: das ist, eine Vielfalt des Betens und Anbetens allein oder in Gruppen vor dem Allerheiligsten Sakrament zu ermöglichen. Stille Anbetung, aber genauso Anbetung mit Gesang und Lobpreismusik, prophetic worship, den Charismen, Rosenkranz, freiem Gebet oder mit neuen, kreativen Formen finden ihren Platz. Anbeter und Gruppen wechseln sich Stunde um Stunde ab, jeder hat seinen persönlichen, individuellen Zugang zu Gott.

Eine Skizze aus unseren Anfangszeiten

Wir begannen erste Anbetungstage anzubieten, an denen wir versuchten, eine solche 24/7 Anbetung umzusetzen. Und immer stärker wuchs der Wunsch nach einem eucharistischen Gebetshaus, inspiriert durch durch die Gebetshausbewegung. Damit möchten wir nicht nur einen Ort für die Gottesbeziehung schaffen, sondern auch für die Gemeinschaft miteinander und das gemeinsame Wachsen im Wort Gottes und auf dem Weg zu Christus hin.

5. HOPE: Der eucharistische Christus im Zentrum

Mit Christus in der Eucharistie im Zentrum zeigte sich bald, dass 24/7 prayer und Gebetshäuser zwar Inspirationen für uns waren und sind, Gott uns aber dazu ruft, etwas ganz Neues in die Welt zu bringen. Aus der Erkenntnis der einzigartigen Fülle des eucharistischen Jesus ist uns aufs Herz gelegt, in diesen Gebetsaufbrüchen ein Zeugnis für diese einzigartige Gegenwart zu sein, die uns im Allerheiligsten Sakrament geschenkt ist. Ein Zeugnis für die „dichteste Seinsweise Jesu“ (em. Papst Benedikt XVI).

„Seht, das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt“, spricht der Priester in der Messe, wenn er die Hostie hebt und Jesus den Gläubigen zeigt. Mit der 24/7 Anbetung setzen wir ein sichtbares Zeichen, in den ewigen Lobpreis des Lammes einzutreten, wie es in der Offenbarung heißt: „Und alle Geschöpfe, im Himmel und auf der Erde, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit.“ (Off 5, 13). Wir beten an mit den Heiligen, die uns schon voraus gegangen sind (vgl. Off 5, 13-14), und stellen uns unter Marias Schutz und Fürbitte. Maria, die Mutter der Kirche (Paul VI.)  und eucharistische Frau (Johannes Paul II.).

Bei all dem fühlen wir uns unseren nichtkatholischen Glaubensgeschwistern in Gebet und Anbetung tief verbunden und freuen uns über alle ökumenischen Aufbrüche. Wir sehen es als ein besonderes Zeichen von Versöhnung, dass auch bei uns Christen anderer Konfessionen teilnehmen; dafür sind wir sehr dankbar.

6. Säulen von HOPE: prophetic worship und stille Anbetung

Während der Anbetungstage, die von vier Stunden auf sechs bis zuletzt auf 40 Stunden anwuchsen (mehr dazu hier), wurde deutlich: neben allen Formen sind es doch zwei Säulen, die das besondere Charisma des HOPE ausmachen: stille Anbetung und prophetic worship.

prophetic worship

In den Gebetshäusern, die entweder ökumenisch ausgerichtet oder  evangelisch-freikirchlich sind, ist die zentrale Spiritualität die des musikalischen und gesungenen Lobpreises. Vor allem bekannt ist das harp&bowl aus dem International House of Prayer in Kansas City (ihopkc). Da wir vor allem das prophetische Element des musikalischen Lobpreises hervorheben wollen, sprechen wir von prophetic worship, dem prophetischen Lobpreis, und sind dabei, diesen weiter zu entwickeln. Zentral beim prophetic worship ist, ähnlich wie beim harp&bowl, das Wort Gottes zu singen, und von da aus, vom Heiligen Geist geführt, in das freie Singen, Musizieren und Beten zu kommen (mehr dazu erfährst du hier).

Stille Anbetung

Stille Anbetung ist verwurzelt vor allem in der monastischen  Tradition der Klöster, wo auch die Praxis der ewigen Anbetung ihren Anfang nahm, die aber auch außerhalb – gerade in der heutigen Zeit – immer mehr Raum einnimmt. Stille Anbetung kennzeichnet einen tiefen, persönlichen und kontemplativen Weg mit Christus. Still werden vor Gott in seiner mächtigsten Gegenwart auf Erden und ihm Raum geben – darum geht es bei stiller Anbetung. Die heilige Faustina schreibt in ihrem Tagebuch, wo Jesus spricht:

„Siehe, Seele, für dich habe ich den Thron der Barmherzigkeit auf Erden gegründet, dieser Thron ist der Tabernakel, und von ihm aus will ich herabsteigen in dein Herz.“ (Tagebuch, Absatz 1485).

Das ausgesetzte Allerheiligste bei der 24/7 Anbetung ermöglicht uns, Jesu in der Hostie anzuschauen und von ihm angeschaut zu werden, und die Beziehung zu ihm immer tiefer werden zu lassen.

Es ist uns ein Anliegen, diesen kostbaren Schatz der stillen Anbetung wieder neu zu heben. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir dazu neigen, in Aktivismus und zunehmender Hektik unterzugehen, tut es gut, in die Ruhe Jesu zu gehen und an dieser Quelle Frieden, Kraft und Heilung zu finden (mehr über stille Anbetung findest du hier).

Deshalb ermutigen wir dazu, es mit stiller Anbetung zu versuchen, oder sogar eine Stunde regelmäßig persönliche Anbetung zu halten, wo wir nur kommen und da sein müssen, sonst nichts.

Was geschieht aktuell?

Mehrmals im Jahr finden in unserem Pfarrverband zwölf- bis 40stündige Anbetungstage, „IN HIS PRESENCE“, statt, bei denen sich schon der Charakter einer 24/7 Anbetung abbildet.

Tag und Nacht, mit vielen stillen Stunden, prophetic worship und Lobpreismusik, und anderweitig gestalteten Stunden. Wann es ein nächstes IN HIS PRESENCE gibt, erfährst Du  hier.

Seit Anfang 2013 konnte ein erster Anfang der 24/7 Anbetung gemacht werden. Sieben Stunden pro Woche findet seit drei Jahren stille Anbetung statt. Dazu kam ein wöchentliches Gebetstreffen mit Lobpreis, prophetic worship  und anschließendem Austausch. Wie es genau aussieht und wo und wann erfährst Du hier.

Diese Anbetung soll nun immer weiter ausgebaut werden, bis sie tatsächlich eine immerwährende Anbetung ist:
24 Stunden, 7 Tage in der Woche, als Herzstück von
HOPEHouse of Prayer and the Eucharist.

Thomas & Ruth

 

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