Erst vor ein paar Tagen war Coleen mit ihrem Ehemann in Medjugorje (1) angekommen, sie waren nun hier auf Rat des Priesters P. Aniello, des Ortspfarrers ihrer Gemeinde in den USA. Trotz aller Beschwerlichkeiten angesichts des körperlichen Zustands von Coleen hatten sie die Reise nach Medjugorje auf sich genommen.
Seitdem Vicka, eine aus der Gruppe der (jetzt erwachsenen) Kinder, die davon berichtet hatten, die Muttergottes zu sehen, für Colleen gebetet hatte, war diese starke Hitze in ihrem Kopf, genau dort, wo der Gehirntumor saß. Nicht operierbar hieß es, diesen zu operieren, wäre vergleichbar mit dem Versuch, ein Kaugummi von Toilettenpapier zu lösen, so die Aussage der Ärzte.
Seit drei Jahren nun bestand die Diagnose, und der wachsende Gehirntumor begann allmählich, die Funktionen in Colleens Körper abzuschalten, inzwischen war sie auf einen Rollstuhl angewiesen.
Immer noch war die Hitze in ihrem Kopf, auch später während der heiligen Messe. Unmittelbar vor der Wandlung hörte Colleen in sich eine wunderbare Stimme sagen: „Willst du jetzt dein ganzes Herz und deine ganze Seele meinem Sohn geben?“ Sie sagte: „Ja, ich will.“ „Und willst du dein ganzes Herz und deine ganze Seele dem Vater geben?“ Sie antwortete: „Ja, ich will.“ „Und willst du dein ganzes Herz und deine Seele meinem Bräutigam, dem Heiligen Geist, geben?“ Wieder antwortete sie: „Ja, ich will.“ Dann sagte die Stimme: „Jetzt bist du ganz meine Tochter.“
Als der Priester dann bei der Kommunion die heilige Hostie auf Colleens Zunge legte und sie kommunizierte, konnte Colleen nichts mehr um sich herum hören, so erfüllt wurde sie von der Gegenwart Gottes.
Plötzlich verschwand die Hitze aus ihrem Kopf, und auch die Schmerzen waren verschwunden. Doch kaum nahm sie dieses körperliche Geschehen wahr, weil die Erfahrung von Gottes Nähe so intensiv war, Tränen der grenzenlosen Freude liefen ihr über das Gesicht.
Als die Intensität nachließ, merkte sie, dass sie ihre Zehen fühlen konnte, die vorher empfindungslos gewesen waren, auch Hände und Beine konnte sie frei bewegen. Später am Abend ging sie zum ersten Mal ohne Rollstuhl umher. Es war ihr sogar möglich, bei der Anbetung des Herrn zu knien und den Erscheinungsberg in Medjugorje zu besteigen.
Können wir uns die Freude von Colleens Familie vorstellen, als Colleen gänzlich geheilt und ohne Rollstuhl ihren Lieben am Flughafen in den USA entgegenging?
Wieder zurück in den USA hatte Pater Aniello den Herrn gefragt: „Warum hast Du Medjugorje als Ort der Heilung von Colleen ausgewählt?“ Nach dem dritten Mal des Fragens erhielt er die Antwort in seinem Herzen: „Ich habe Medjugorje für Colleens Heilung ausgewählt, weil ich die Anwesenheit meiner Mutter in der Welt bekannt machen will und meine heilende Gegenwart in der Eucharistie.“ (2)
Als ich dieses Zeugnis fand (3), hat es mich sehr berührt. Zum einen fühlen wir uns derzeit wieder sehr nach Medjugorje hingezogen — war es doch auch die erste Wallfahrt, die wir zu Beginn unserer Ehe als „frischgebackene“ Familie gemacht hatten.
Berührt hat mich aber besonders, dass mit diesem Zeugnis die besondere Aufgabe Mariens, der Mutter des Herrn, sehr deutlich wird: Maria führt immer zu Jesus. Sie beansprucht und möchte nichts anderes.
Auch führt sie zum eucharistischen Christus. Sie ist diejenige, die die besondere Erwählung hatte, unsern Gott und Herrn Jesus Christus in die Welt zu bringen und ihm Mutter zu sein — es ist ihre einzigartige Rolle bei der Menschwerdung Jesu. Da sie Jesus in ihrem Schoß leiblich trug, wird sie von der Kirche auch der „erste Tabernakel“(4) genannt.
Insofern ist es für mich nicht verwunderlich, dass viele Heilungsberichte an den Orten, wo Maria besonders geehrt wird, im Zusammenhang mit heiliger Messe, eucharistischer Anbetung oder auch Sakramentsprozessionen stehen, für letzteres ist Lourdes z.B. ein herausragendes Beispiel. Colleens Zeugnis zeigt dieses auf wunderbare Weise.
Immer führt uns Maria zu Jesus, und weist uns dabei besonders auf ihren Sohn in der heiligen Eucharistie hin.
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VERWEISE UND ANMERKUNGEN
(1) Medjugorje ist ein Pilgerort in Bosnien-Herzegowina und inzwischen als Gebetsstätte von der Kirche anerkannt. Seit 1981, so wird berichtet, erschien hier die Muttergottes einer Gruppe von Kindern; heute nicht mehr der ganzen Gruppe, doch wird noch heute von Erscheinungen an einzelne der jetzt Erwachsenen aus der Gruppe berichtet. Maria stellt sich dort besonders als die Königin des Friedens vor. Nach ungefähren Schätzungen weist Medjugorje inzwischen einen Pilgerstrom von drei Millionen Besuchern jährlich auf (Stand 2019, siehe https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-08/bosnien-medjugorje-wallfahrt-pilgerzahl-steigt.html), besonders das Jugendfestival findet hohen Zustrom. Die Botschaften, die die Seher erhalten, betonen das Gebet, besonders das Rosenkranzgebet, Umkehr, Vergebung, die Liebe zum Nächsten, Fasten, persönliche Opferbereitschaft und vor allem auch die Bedeutung der heiligen Messe und die Anbetung von Christus in der heiligen Eucharistie. Das Dikasterium für die Glaubenslehre hat am 19. September 2024 für die mit Medjugorje verbundene geistliche Erfahrung ein „Nihil obstat“ ausgesprochen. Das bedeutet: Öffentliche Verehrung und Pilgerfahrten dürfen unter kirchlicher Aufsicht stattfinden, und Gläubige dürfen sich dieser Spiritualität mit kluger Zurückhaltung anschließen. Es wird betont, dass die dortige geistliche Erfahrung nur dann fruchtbar ist, wenn sie zu Gebet, Sakramenten, Umkehr, kirchlicher Gemeinschaft und tätiger Liebe führt. Die Eucharistie soll dabei im Mittelpunkt stehen, denn die Gegenwart Christi im Allerheiligsten Sakrament ist größer als Erscheinungen. Letzteres ist eine Beurteilung, die jeden Marien-Wallfahrtsort betrifft, denn Maria führt immer zu ihrem Sohn Jesus Christus.
(2) Eucharistie: Als Katholiken glauben wir, dass Jesus Christus unter den Gestalten von Brot und Wein wirklich und wahrhaftig gegenwärtig ist, es ist sein Leib und Blut, er ist es selbst. Die Wandlung des Brotes und des Weines in Leib und Blut des Herrn Jesus Christus geschieht in der Heiligen Messe, die auch Eucharistiefeier genannt wird. Eucharistie als Begriff kommt vom Griechischen eucharistia und bedeutet Danksagung. Die Eucharistiefeier gilt insofern als die große Danksagung der Kirche an Gott für die Schöpfung und für die Erlösung durch Christus. Die Wandlung ist hier der zentrale Höhepunkt, weil Brot und Wein durch die Wandlungsworte des Priesters in den Leib und das Blut Christi verwandelt werden, das die Gläubigen dann in der Kommunion empfangen, in der Regel ist es die geweihte Hostie, Jesu Leib, die Kelchkommunion ist nur an wenigen Festtagen in der Kirche üblich. Der biblische Bezug, dass es wirklich Jesus ist, findet sich besonders an drei Stellen: Die Worte Jesu beim letzten Abendmahl über das Brot „Das ist mein Leib“ und über den Kelch mit Wein „Das ist mein Blut“ (Mt 26,26–28; vgl. Mk 14,22–24; Lk 22,19–20; 1 Kor 11,23–25), dann die sogenannte Brotrede, als Jesu lehrt „Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank“ (Joh 6,51–56) und die Lehre des Apostels Paulus, die besagt, dass das konsekrierte Brot und den Kelch „Gemeinschaft mit dem Leib“ und „Gemeinschaft mit dem Blut Christi“ ist (1 Kor 10,16). Außerdem warnt Paulus davor, den Leib und das Blut des Herrn unwürdig zu empfangen (1 Kor 11,27–29). Das setzt voraus, dass es sich nicht bloß um ein gewöhnliches Erinnerungszeichen handelt.
(3) Das gesamte Zeugnis von Coleen ist nachzulesen auf https://www.medjugorje.de/medjugorje/zeugnisse/heilungen/colleen-willard, abgerufen am 25.8.2026
(4) In: Enzyklika Ecclesia de Eucharistia, Nr. 55
BILDNACHWEIS
Titelbild: Medjugorje@CatholicWallpapers





Tolles Zeugnis. Ich fahre auch bald hin und freue mich schon. Danke fürs Teilen.
Wie schön! Es ist ein so begnadeter Ort.