Wie komme ich gut durch die Krise?

Die Zeiten sind unsicher geworden. Wir erleben dieses besonders für uns als Christen herausfordernd. Wir sind umgeben von schlechten Nachrichten, die auf die eine oder andere Weise Angst hervorrufen können; diese reicht von der Angst vor einem Virus bis zu der Angst vor der Zukunft, in die unsere Gesellschaft in Gefahr ist zu gehen.

Was kann hier unsere Herausforderung und Aufgabe als Christen sein? Jesus sagt uns in der Bibel:

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12)

Jesus sagte dieses nicht in aus seiner ganz persönlichen Komfortzone heraus. Das alte Volk Israel war zu seiner Zeit auf Erden von den Römern besetzt, und diese waren nicht zimperlich als Besatzungsmacht. Jesus selbst wurde von seinem eigenen Volk abgelehnt, und die Schlinge um ihn und seine Getreuen zog sich im Laufe seines Lehrens und Wirkens immer mehr zu. Nicht von allen kam zwar die Ablehnung, denn das einfache Volk folgte ihm; und eine kleine Schar von Aposteln und Jüngern gehörte zu seinen ganz Treuen. Und doch wurde die Bedrohung um ihn immer größer.

Aber Jesus zeigt nirgendwo Entmutigung. Er zeigt nirgendwo Resignation, im Gegenteil. Er sagt von sich selbst, dass er das Licht ist und verheißt seinen Jüngern und Nachfolgern,  dieses  Licht des Lebens zu haben, und in dieser Welt ein Licht in der Dunkelheit zu sein.

Wenn Jesus als Sohn Gottes, der selbst Gott ist, eins mit dem Vater und dem Heiligen Geist (vgl. Joh 10, 30), dieses sagt, können wir davon ausgehen, dass er uns alle Hilfe dazu schenkt, um auch in schwieriger werdenden Umständen „Licht“ sein zu können.

Licht zu sein kann vielleicht heißen, diejenigen zu stärken, die von der aktuellen Situation schwer getroffen sind, oder konkrete Hilfe denen zu leisten, die jetzt am meisten leiden, oder Zuspruch und Hilfe denen geben, die am Rande der Verzweiflung sind. 

Dazu braucht es für einen selbst ein eigenes, festes Gerüst, sowohl in emotionaler als auch in geistiger und geistlicher Hinsicht. Wir glauben, dass in dem Maße, indem wir aus der Kraft Gottes leben, unser gesamtes Gerüst gefestigt wird. Um dann genau fähig zu sein, dieses Licht in der Welt immer mehr zu werden, unabhängig von den Umständen.

Vielleicht ist gerade nicht alles möglich, was früher gangbar war, um diese Kraft gemeinsam bei Gott zu tanken. Doch wie wichtig ist es heute, das zu nutzen, was möglich ist, um das eigene, innere Gerüst zu festigen. 

Insofern möchten wir hier dazu ermutigen, gerade jetzt das persönliche Gebetsleben zu verstärken.

Warum nicht jetzt mit einer persönlichen Gebetszeit starten? Oder sie zu intensivieren?

Warum nicht gerade jetzt die Gottesdienste besuchen, die möglich sind, auch wenn es komplizierter ist?

Warum nicht gerade jetzt mit persönlicher Bibellesung beginnen, um sich aus dem Wort zu nähren? Oder eine solche zu intensivieren?

Während einer Anbetungszeit vor dem Allerheiligsten durfte ich (Ruth), eine solche Stärkung erleben (wir tragen hier die Anbetung entsprechend der Corona-Bedingungen durch; falls dich das interessiert, melde dich gern direkt bei uns). 

„Ich war innerlich sehr unruhig und gestresst, und ich merkte, dass die nicht enden wollende Lockdown-Situation etwas mit mir macht, im negativen Sinn, dass sie mich immer mehr herunterzieht und ich meinen positiven Fokus verliere. Doch auf einmal spürte ich eine neue Kraft in mir, die mich immer mehr erfüllte. Nichts war verändert, nur auf einmal war diese neue, erfrischende Kraft in mir, verbunden mit einer großen Sicherheit, dass Jesus Christus, der hier vor mir im Allerheiligsten Sakrament war, tatsächlich alles in der Hand hält, und dass ich keine Angst zu haben brauche.“

Wir hoffen, dass wir dich, der du dieses liest, ermutigen konnten und dich auch anregen konnten, einmal mehr auf Jesus zu vertrauen, gerade jetzt in diesen unsicheren Zeiten.

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