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Ein eucharistisches Wunder zu Weihnachten in Liegnitz

Die Verwunderung war nicht schlecht, als Pfarrer Andrzej Ziombra am 4. Januar 2013 den Tabernakel in seiner Pfarrkirche St. Hyacintha im polnischen Liegnitz (oder auch Legnice, Legnica) öffnete. Während der Weihnachtsliturgie war bei der Kommunionausteilung eine Hostie zu Boden gefallen; jetzt, 10 Tage später, wollte er schauen, was mit der konsekrierten Hostie geschehen ist. Ordnungsgemäß hatte er sie in ein mit Wasser gefülltes liturgisches Gefäß gegeben und in den Tabernakel gestellt, um sie dort dem natürlichen Prozess der Auflösung zu überlassen, was in solchen Fällen üblich ist [1]. Doch was war das nun?

Er sah in dem Gefäß eine vom Wasser unbeschädigte Hostie, und auf ihrer Oberfläche befanden sich Flecken, die wie hellrotes Blut aussahen. In der Verborgenheit des Tabernakels hatte sich die Hostie im Wasser mitnichten aufgelöst. War das tatsächlich Blut? Oder waren es vielleicht bakterielle Ablagerungen des Wassers? Aber warum war die Hostie überhaupt noch da? Er schloss den Tabernakel und holte sich priesterliche Mitbrüder zur Beratung und weiteren Beobachtung hinzu.

Ein fleischähnliches Gebilde löste sich aus der konsekrierten Hostie (Bildquelle: Bistum Liegnitz, Polen)

Die Flecken verwandelten sich zu einem Gebilde aus einer rotbraunen, festen Substanz, das einem Stück Fleisch ähnelte. Mit der Zeit löste es sich von der restlichen Hostie, die sich nun im Wasser auflöste; nur diese kleine gewebeähnliche Substanz blieb übrig [2].

Dieses blieb von der konsekrierten Hostie übrig, und es stellte sich als menschliches Herzmuskelgewebe heraus (Bildquelle: Bistum Liegnitz, Polen)

Inzwischen war eine kirchliche Kommission unter der Leitung des zuständigen Bischofs eingerichtet worden. Klarheit musste her. Das Vorkommnis hatte sich herumgesprochen und die Gerüchte wurden immer abenteuerlicher, sogar ein Mordopfer wurde vermutet, von dem Leichenteile in den Tabernakel verbracht worden sein sollten.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen begannen unter der Leitung der bischöflichen Kommission. Gerichtsmedizinische, biologische und weitere naturwissenschaftliche Gutachten wurden eingeholt, und es stellte sich heraus: Bei der gewebeähnlichen Substanz handelte es sich um den Teil eines menschlichen Herzmuskels, und zwar im Zustand des Todeskampfes.

Papst Franziskus erkannte 2016 das Geschehen von Liegnitz, nachdem es die strengen Kriterien der Glaubenskongregation im Vatikan erfolgreich passiert hatte, als eucharistisches Wunder an. Die so veränderte Hostie wurde zur Verehrung in der Pfarrkirche ausgestellt.

Kein Wunder aber ist es, so denke ich, dass der Vorfall, der zu diesem eucharistischen Wunder führte, gerade an Weihnachten passierte.

Weihnachten ist das Fest, an dem wir die Menschwerdung Gottes, die „Fleischwerdung“ des Wortes feiern, so wie es der Johannesprolog sagt:

„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ (Joh 1, 14)

Geboren aus der Jungfrau Maria, so beten wir im Glaubensbekenntnis, ist der „Menschensohn“, wie Jesus Christus sich selbst demütig nannte, in unsere Welt gekommen. Weihnachten, das hochfestliches Feiern des Kommens des Gottessohnes auf diese Erde, nahm Gott nun selbst zum Anlass, machtvoll und auf übernatürliche Weise darauf hinzuweisen, dass er nie wirklich von uns gegangen ist, sondern immer noch unter uns wohnt (vgl. Mt 28, 20).

Und das eben nicht nur geistig, sondern mit Leib und Blut, unter den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein. Eucharistie setzt die Menschwerdung Gottes voraus, setzt diese Inkarnation voraus. Erst dadurch, dass „das Wort Fleisch wurde“ (vgl. Joh 1, 14 ), ist sein jetziges Wohnen unter uns im eucharistischen Leib und Blut möglich.

„Möglich“ nicht in dem Sinne, dass Gott irgendeine Voraussetzung benötigte, sondern in dem Sinne, dass es auf einer logischen Linie liegt. Jesus Christus ist immer noch mit Leib und Blut unter uns, er hat „nur“ seine Gestalt geändert. Der heilige Julien Eymard, einer der großen eucharistischen Heiligen, schreibt, dass Eucharistie die

„letzte Entwicklung der Inkarnation“

sei“ [3]. Denn unter den eucharistischen Gestalten ist Jesus gegenwärtig mit Leib und Blut als Gekreuzigter, aber auch als Auferstandener, lebendiger und verherrlichter Christus. Es ist die Weise, in der er in verklärter und verherrlichter Weise lebendig ist, und von uns in der heiligen Kommunion empfangen werden kann.

Er ist dort mit all den Mysterien und Tugenden seines irdischen Lebens gegenwärtig und führt sie dort weiter fort als der historische, der gegenwärtige und der jetzt schon im Leib verherrlichte Christus [4].

In Liegnitz wird eindrucksvoll das das Wort der Bibel belegt, in dem Jesus selbst beim letzten Abendmahl die Worte spricht:

„Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird“, und
„Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird“,

(vgl. Lk 22, 19-20; Mt 26, 26-28; Mk 14, 22-24; 1 Kor 11, 23-25).

Es ist der Herr, mit Leib und Blut gegenwärtig.

Es ist Weihnachten – Jesus Christus wird geboren. In der eucharistischen Anbetung vereinen wir uns einmal mehr mit der Anbetung der Hirten, die den Engeln glaubten und zur Krippe eilten. Und dort das kleine Baby Jesus erkannten und anbeteten als den, der er ist: Der anbetungswürdige Sohn Gottes, der Messias Israels und der Retter der ganzen Welt.

Das eucharistische Wunder von Liegnitz ist nur eines von vielen solcher Art. Immer wieder bezeugte der Herr selbst auf wundersame Weise, dass seine Gegenwart unter den Gestalten von Brot und Wein tatsächlich das ist, was uns die Bibel lehrt, nämlich sein Leib und Blut. Über 130 solcher von der Kirche anerkannter eucharistischer Wunder sind bisher dokumentiert [5].

„Eucharistisches Wunder“ als Begriff meint hier immer ein Wunder bezüglich des Wesens der Eucharistie. Nicht gemeint damit sind Wunder und Heilungen, die durch die lebendige Gegenwart des Herrn geschehen, wie zum Beispiel Krankenheilungen oder ähnliches, die es auch zu Genüge gibt. Eucharistische Wunder dagegen beziehen sich immer auf das, was Eucharistie im Wesen ausmacht.

Die Vorfälle sind jeweils ähnlich: Eine in der Messe konsekrierte Hostie fällt zu Boden oder durch ein Missgeschick des Priesters wird konsekrierter Wein verschüttet, oder es ereignete sich bei versuchten Schändungen des Leibes Christi, wo die Hostie sich nicht zerstören ließ, so geschehen zum Beispiel in Paris 1290 [6].

Im Gegensatz zu früheren Zeiten stehen uns heute die vielen wissenschaftlichen Untersuchungen zur Verfügung, wenn es zu einem solchen Zeichen kommt. Bei den eucharistischen Wundern in unserer modernen Zeit ist immer wieder festzustellen, dass die Wissenschaft mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Hierfür ist das neuere eucharistische Wunder von Liegnitz ein Beispiel.

So vieles lässt sich an diesen eucharistischen Wundern sehen. Nutzen wir die Gnadengeschenke gut, und lassen wir uns in eine noch tiefere Anbetung Jesu Christi, unseres Herrn, führen.

Verweise und Quellen

[1] Basierend auf dem 6. Kapitel des Johannesevangeliums (der „eucharistischen Rede) und der Worte Jesu beim letzten Abendmahl (vgl. Lk 22, 19-20; Mt 26, 26-28; Mk 14, 22-24; 1 Kor 11, 23-25) sagt unser Glaube, dass unter den Gestalten von Brot und Wein der gekreuzigte und auferstandene, lebendige Jesus Christus gegenwärtig ist. Sobald die Gestalten nicht mehr existieren, ist auch diese leibliche Gegenwart Jesu nicht mehr gegeben.„Die eucharistische Gegenwart Christi beginnt im Zeitpunkt der Konsekration und dauert so lange, wie die eucharistischen Gestalten bestehen“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1377). Sollte eine konsekrierte Hostie hinunterfallen und kann nicht mehr zur Kommunion gereicht werden, wird sie in ein liturgisches Gefäß mit Wasser gelegt und gewartet, bis sie sich aufgelöst hat. Das Wasser wird danach in eine Öffnung im Boden der Kirche geschüttet, in den „heiligen Ausguss“, das Sakrarium, das ebenso für jedes Restwasser aus liturgischen Handlungen benutzt wird. Das Sakrarium führt direkt in „heilige Erde“, ins Erdreich unter der Kirche.

[2] Der Autor Michael Hesemann hat selbst in Liegnitz recherchiert. Seine Ergebnisse sind nachzulesen in: Hesemann, Michael: Prophezeiungen, Visionen und blutende Hostien. Mysterium? Ungelöste Rätsel der Christenheit. Band 2. Paderborn, 2011. Ebenso eine kürzere Fassung auf http://www.kath.net/news/62160

[3] Saint Pierre-Julien Eymard: Adorer en esprit et en vérité. Méditations pour l’adoration du Très Saint-Sacrement. Paris, 2009, S. 25. Im Original: „…le dernier développement de l’Incarnation.“

[4] vgl. Saint Pierre-Julien Eymard: Adorer en esprit et en vérité. Méditations pour l’adoration du Très Saint-Sacrement. Paris, 2009, S. 25

[5] Eine Auflistung der eucharistischen Wunder: http://www.miracolieucaristici.org/de/Liste/list.html
oder als Buch (bis 1996): Meloni, Sergio: Les Miracles Eucharistiques dans le Monde. Paris, 2009

[6] siehe: http://www.miracolieucaristici.org/de/Liste/scheda_b.html?nat=francia&wh=parigi&ct=Paris,%201290

Weitere Quellen

Fr. Meyer’s preaching about the Eucharistic miracle in Legnica and in history https://www.youtube.com/watch?v=KTcBvds0soM

Das eucharistische Wunder von Liegnitz http://www.therealpresence.org/eucharst/mir/english_pdf/Legnica1.pdf

Eucharistic Miracles in Sokolka and Legnica, Poland (ab Minute 4): https://www.youtube.com/watch?v=FLxqzuVCDKE

 

Hirsche, Hirsche, Hirsche

Es ist Advent, und schon ist man umgeben von Hirschen. Noch bevor die Adventszeit begonnen hatte, war die Überflutung mit Weihnachtsdekorationen schon da; und immer wieder Hirsche. Es könnte den Eindruck entstehen, dass der Hirsch als neuer Bestandteil von Weihnachten etabliert werden soll, um das Fest noch weiter von seinem christlichen Inhalt zu entkernen und von der eigentlichen Botschaft abzulenken, der Geburt unseres Erlösers Jesus Christus.

Eine weitere Entkernung, so wie der rot-weiße Coca-Cola-Mann nicht nur den heiligen Bischof Nikolaus immer mehr verdrängen will, sondern auch das „Christkind“ an Weihnachten selbst. Doch um dieses „Christkind“ geht es ja: Weihnachten = die geweihte Nacht der Geburt Jesu Christi. Advent = vom lateinischen Wort advenire abgeleitet, das bedeutet „ankommen“; also  Adventszeit, die Erwartung der Ankunft Christi auf Erden, die Erwartung der Menschwerdung Gottes. Und nun mittendrin im unvermeidlichen Weihnachtsgeschäft Hirsche, Hirsche, Hirsche.

Eine geistliche Rückbindung

Vielleicht ist der Hirsch in der adventlichen und weihnachtlichen Zeit gar nicht so schlecht gewählt, wenn vielleicht auch unbeabsichtigt. In der Bibel kommt der Hirsch an einigen Stellen vor. So heißt es zum Beispiel im Buch der Psalmen:

„Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott, dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen, und Gottes Antlitz schauen?“ (Ps 42, 2-3)

Hier wird der nach Wasser lechzende Hirsch ein Bild für den Menschen, der Sehnsucht nach Gott hat. Übrigens, der Antrieb für die Wanderungen eines Hirsches oder von Hirschherden ist zuallererst, die beste Nahrung und das reinste Wasser zu finden. Vor diesem Hintergrund bekommt die Symbolik des Hirschen noch einmal eine besondere Note.

Im biblischen Hohelied der Liebe, diesem großartigen Liebesgesang zwischen Bräutigam und Braut, der als mystische Hochzeit zwischen Gott und der Seele gedeutet wird, begegnet uns ebenso der Hirsch. Dort spricht im Zwiegespräch der Liebe die Seele:

„Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. (…) Der Geliebte spricht zu mir: ‚Steh auf, meine Schöne, so komm doch!'“ (Hld 2, 8-10)

Der Hirsch ist hier ein Bild für den Geliebten, ein Bild für Christus selbst. Es ist ebenso ein Bild der Sehnsucht, dieses Mal für die Sehnsucht Gottes nach uns, sein Verlangen nach den Menschen. Er kommt, läuft, ’springt‘ herbei, nichts kann ihn aufhalten, es eilt ihn, die Sehnsucht treibt ihn an, angetrieben von seiner unfassbaren Liebe für uns und gerufen von der Sehnsucht des Menschen. Gibt es ein schöneres Bild für den Advent, die heilige Zeit der Erwartung?

Hirsche – es scheint, als würde die sich immer säkularer gebärdende Gesellschaft doch unbewusst eine tiefe geistliche Symbolik aufgreifen. Vielleicht ist es tatsächlich kein Zufall, dass dieses zudem auch noch in der adventlichen Zeit geschieht.

Denn mit Weihnachten, dem Fest der Geburt Jesu Christi, erfüllt sich diese Sehnsucht, die in diesen starken mystischen Bildern ausgedrückt wird. Christus ist geboren, und mit der Ankunft des Erlösers in der Welt, nimmt die konkrete Erlösung des Menschen seinen Anfang.

Jesus Christus ist es, der die tiefste existentielle Sehnsucht des Menschen nach dem reinsten Wasser der Wahrheit in einer von Schmutz und Lüge durchsetzten Welt erfüllt.

Jesus Christus ist es, der die Sehnsucht der Seele nach ewigem Leben in der Vereinigung mit Gott erfüllt, diesem niemals endenden Fest der Liebe und Freude. Eine Vereinigung, die mit und durch Jesus Christus schon heute auf Erden beginnen kann.

Jesus Christus ist es, der dem Menschen durch sein Kreuz den Weg zurück in die Arme des Vaters geöffnet hat, die Gemeinschaft mit Gott. Und dieses ist bis zum Ende der Zeiten eine Einladung an alle, und es wird wahr für jeden, der es annimmt.

Und, für uns schwer zu fassen und doch wahr: Hier erfüllt sich Gott auch seine eigene Sehnsucht nach dem Menschen. Unaussprechliches Geheimnis Gottes! Unaussprechliches Geheimnis der Liebe. Voller Staunen und Verwunderung war Mutter Mechthilde de Bar, die Gründerin der Benediktinerinnen vom Allerheiligsten Sakrament, darüber, dass Gott sich sehnt. Er sehnt sich nach uns. Obwohl er doch als Gott nichts benötigt, mehr noch: obwohl er doch

“die unendliche Fülle selbst ist und er allein die Macht hat, alle Sehnsucht zu stillen.” (1)

Und doch ist es so. Gott braucht den Menschen nicht, er braucht nichts und niemanden, damit seine Sehnsucht gestillt wird, er braucht sich noch nicht einmal nach irgendetwas zu sehnen, denn in ihm ist kein Mangel. Aber er will den Menschen retten und erlösen, er will sich nach ihm sehnen, er will sich herabneigen und in diese Sehnsucht hinein begeben. Der Prophet Jeremia spricht von dieser Sehnsucht Gottes nach dem Menschen:

„Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir solange die Treue bewahrt. Ich baue dich wieder auf, du sollst neu gebaut werden, Jungfrau Israel.“ (Jer 31, 3-4)

Von der Sehnsucht Gottes hören wir ebenso beim Propheten Jesaja, dessen Texte in der adventlichen Zeit gelesen werden:

„Fürchte dich nicht, du wirst nicht beschämt; schäme dich nicht, du wirst nicht enttäuscht. Denn die Schande in deiner Jugend wirst du vergessen, an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr denken. Denn dein Schöpfer ist dein Gemahl, ‚Herr der Heere‘ ist sein Name. Der Heilige Israels ist dein Erlöser, ‚Gott der ganzen Erde‘ wird er genannt. Ja, der Herr hat dich gerufen als verlassene, bekümmerte Frau. Kann man denn die Frau verstoßen, die man in der Jugend geliebt hat?, spricht dein Gott. Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, doch mit großem Erbarmen hole ich dich heim.“ (Jes 54, 4-7)

Und immer wieder trägt die göttliche Sehnsucht das Bild der Hochzeit und des hochzeitlichen Mahles, der Sehnsucht des Bräutigams nach der Braut, der Vermählung der Seele mit Gott, die die intimste Vereinigung mit Gott in reiner Liebe ist.

Unübertroffen wieder im Hohelied spricht der Bräutigam, Gott, zur Braut, der Seele:

„Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen, auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen, auch Ströme schwemmen sie nicht weg.“ (Hld 8, 6-7)

Hirsche, Hirsche, Hirsche — sind sie doch genau betrachtet eine tiefe, geistliche Symbolik in der heiligen Zeit der Erwartung des Erlösers, Advent, in der wir diese Sehnsucht feiern, dieses Handeln Gottes an uns, und unserer  Sehnsucht einen ganz persönlichen Ausdruck geben können.

Vielleicht ist der Advent in diesem Sinne eine Zeit, sich dieser Sehnsucht wieder bewusst zu werden. Und wenn wir die vielen Hirsche, Rentiere, Rehe, Kitzlein oder was auch immer als Dekorationsmaterialien sehen, diese mit einem inneren Lächeln als Erinnerung an diese wunderbaren Verheißungen zu nehmen, die uns gegeben sind.

Einen herzlichen Gruß euch allen!
Thomas und Ruth

PS: Vielleicht weiß einer von euch etwas mehr über die genauen Umstände, wie es dazu kam, dass der Hirsch so präsent im Weihnachtsschmuck geworden ist. Wir finden es durchaus wichtig, um den Prozess der fortlaufenden Entkernung des Weihnachtsfestes von seinem eigentlichen Sinn besser zu verstehen, damit wir darüber aufklären und die eigentliche Botschaft von Weihnachten immer wieder neu ins Zentrum rücken können. Gerne eure Infos in den Kommentaren oder per persönlicher Email!

(1) Rechercheheft 28: „Der wahre Geist der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes des Altares“. Hrsg.: Benediktinerinnen Köln, 2010, S. 3