Archiv der Kategorie: Über Heilung

Radikale Gnade – ein Zeugnis

Als Thomas-Maria herandrängte und mit seiner Hand auf die Mitte der Monstranz mit der Hostie klatschte, traf es ihn wie ein Blitz und er fiel zu Boden. Noch im Fallen zitterte er am ganzen Körper, es dauerte an, bis er in eine tiefe Ruhe kam. Es war an einem Abend in Medjugorje, einem kleinen, damals noch unbedeutenden Dorf in Bosnien und Herzegowina. Ein Priester der Pilgergruppe trug im Haus der Gastgeber Jesus im Allerheiligsten Sakrament durch die dort versammelte kleine Menschenmenge und segnete. Als Thomas-Maria fiel, stürzte eine Frau neben ihm auf die Knie und rief: „Ich glaube!“ Während er dort lag, sah er in seinem Inneren, wie sich die Hostie in ein riesiges, pulsierendes Herz verwandelte, so groß wie der Raum, in dem er sich befand. Ströme von Liebe und Frieden flossen auf ihn herab und erfüllten ihn.

Jesus in Medjugorje

Dieses Ereignis der Gnade hat Thomas-Marias Leben bis heute grundlegend verändert. Als junger, suchender Mann war er von Deutschland mit einer Pilgergruppe zu diesem gerade neu entstehenden Wallfahrtsort gekommen, als ein Suchender nach Sinn, Liebe und Antworten für sein zweifelndes und mitunter einsames und verzweifeltes Herz. Zwar katholisch getauft, war er doch aufgewachsen, ohne Gott tatsächlich kennengelernt zu haben, hatte Ausflüge in die Esoterik hinter sich und kannte so gut wie nichts vom christlichen Glauben. Wer Jesus Christus ist, war für ihn unbekanntes Land. Eucharistie? Völlig unverständlich. Er musste verrückt gewesen sein, sich auf diese Wallfahrt nach Bosnien und Herzegowina eingelassen zu haben, so hatte er gestern noch gedacht, und noch dazu jetzt an einem Ort zu sein, wo Maria, die Mutter Jesu, – so wie ihm erzählt worden war -, einer Gruppe von Jugendlichen erschien. Verrückter ging es nicht.

Medjugorje ist heute mit ungefähr einer Millionen Pilger jährlich einer der größten Gebetsstätten der katholischen Welt

Das viele Beten der Christen um ihn herum war ihm unverständlich, und noch unverständlicher, wie viele an diesem Abend im kleinen Aufenthaltsraum ihrer Unterkunft vor diesem goldenen und kostbar gearbeiteten Zeigegefäß mit einem weißen, runden „Ding“ in der Mitte anbetend auf die Knie gingen, sich verneigten oder in anderer Weise ihre Ehrfurcht ausdrückten, als der Priester segnete. Was war das?

Es zog ihn unwiderstehlich an. Er wollte es berühren, das „Ding“, und drängte nach vorn, zum Priester hin. Als seine Hand das Glas vor der Hostie traf, wurde er mit dieser Macht zu Boden geworfen. Es war eine überwältigende Liebe, die ihn fallen ließ. Thomas-Maria erlebte eine Liebe, eine Freude und einen Frieden, wie er sie noch nie erfahren hatte, und die man „als nicht von dieser Welt“ (vgl. Joh 14, 27) bezeichnen dürfte. Jesus offenbarte sich ihm mit seinem göttlichen, eucharistischen Herz so voll Liebe, dass Thomas-Maria, der Raum und alles darüber hinaus sie nicht zu fassen vermochten, sie war im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend.

Thomas-Maria wurde von einer übernatürlichen Wirklichkeit berührt. Radikal. Er wurde von einer Realität getroffen, die mit unseren Sinnen nicht fassbar und wahrnehmbar ist. Außer sie offenbart sich uns. Vielleicht ist es gerade für Menschen des 21. Jahrhunderts nicht einfach, die übernatürliche Realität Gottes als Wirklichkeit zu erkennen. Denn wir sind eher geprägt von einem neuzeitlichen Atheismus, der alles Übernatürliche , jeglichen Glauben an unsichtbare Mächte und Kräfte verneint und schnell mit märchenhafter Legendenbildung abtut. In einer solchen Gedankenwelt, die sich allein auf Bedürfnisse und Anliegen des irdischen Hier und Jetzt bezieht, und in der der Mensch allein Gestalter und Schöpfer seiner Geschichte ist, hat „Gott“ keinen Platz. Wie alles außerhalb des sinnlich Wahrnehmbaren werden in atheistischen Denkschemata auch Jesus Christus, die heiligste Dreifaltigkeit, die Welt der Engel und Heiligen und die bösen Kräfte der Dämonen als Phantastereien gedeutet, die sich der Mensch aus welchen Gründen auch immer ausgedacht hat.

Wegen der Dinge, die dem Menschen inzwischen möglich sind, denken viele, dass es Gott nicht gibt.

Thomas-Maria gehörte nun nicht der vergleichsweise recht kleinen Gruppe von ausgesprochenen Atheisten an, die jegliches Übersinnliche ausdrücklich zurückweisen. Es war bei ihm eher die heute bei uns weit verbreitete agnostische Haltung, die irgendwo doch ein transzendentes Wesen vermutet, über das man aber aus menschlichem Unvermögen heraus keine Aussage machen kann und das sich auch nicht offenbart. Faktisch hatte ein solches Denken bei Thomas-Maria nun doch damit geendet, wie ein Atheist zu leben, also einfach ohne Gott oder irgendeine andere Religion zu sein und sich letztlich allein mit dem Irdischen zu begnügen. Doch eine diffuse Unzufriedenheit mit einer solchen entzauberten und kalten Welt hatte sich mehr und mehr Bahn gebrochen, und in ihm pochte das Verlangen nach einer Erfahrung, die über sein Dasein hinauswies. Die Esoterik versprach viel und hielt wenig. Und jetzt war er hier. Lag auf dem Boden, und die Liebe Gottes durchströmte ihn.

Ja, er hatte gerade noch die Hostie gesehen, das „weiße Ding“, und es hatte ihm nichts gesagt, nur neugierig gemacht. Bevor nicht Gott selbst ihn mit seinem Strahl der Gnade traf und Licht gab, das Licht des Heiligen Geistes, wurde er von seiner sinnlichen Wahrnehmung getäuscht. Das soll Jesus sein? „Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir“, schrieb schon Thomas von Aquin in seinem berühmten Hymnus über die Eucharistie (Gotteslob Nr. 497). Wenn schon im atheistisch, agnostisch und materialistisch geprägten Zeitgeist jegliches Übernatürliche, und damit auch Gott an sich verkannt wird, wie schwer anzunehmen sind dann höchste geistliche Wahrheiten, wie die eucharistische Gegenwart Jesu? Brot gleich Jesus? Oblate gleich Jesus? Das ist doch verrückt, Torheit, widersinnig, lächerlich – aus einer Perspektive ohne das Licht der Gnade.

In diesem unscheinbaren Aufenthaltsraum in Medjugorje ist etwas Großes geschehen. Jesus Christus hat sich einem Herzen offenbart und die Blindheit einer Seele geheilt, die ihn nicht zu sehen vermochte. Noch mit der Hostie vor sich, war sie blind. Doch Jesus Christus hat sich Thomas-Maria als Retter und Erlöser genähert und ihm angeboten, in die innigste und lebenskräftigste Beziehung einzutreten, die möglich ist, nämlich die mit ihm, Jesus. Und durch ihn mit dem himmlischen Vater. Jesus hat hier, als die letzten Sonnenstrahlen eines heißen Tages durch die Fenster des Aufenthaltsraumes schienen, seine vornehmste und erste Aufgabe als Messias erfüllt.

Als wir Thomas-Maria einige Jahre nach diesem Ereignis kennenlernten und er uns seine Geschichte erzählte, waren wir einmal mehr ermutigt. Es zeigte uns doch, dass Jesus alle Mittel in der Hand hat, alles mit radikaler Gnade überwinden zu können. Danke an Thomas-Maria, dass wir hier sein Zeugnis geben dürfen.

„Die Sonne der Gerechtigkeit geht auf und ihre Flügel bringen Heilung“

Voller Dankbarkeit war ich im neuen Gebetsraum, ganz frisch, die ersten Anbetungsschichten hatten begonnen, und ich hielt meine persönliche Anbetungsstunde. Mir stand das Wort des Propheten Maleachi vor Augen:

„Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen Heilung“
(Mal 3, 20).

Auf einmal traf es mich tief – so wie es manchmal ist mit Bibelworten. Manches Bekannte und vielleicht schon oft Gehörte bekommt einen besonderen Geschmack, es ist wie ein Strahl des Heiligen Geistes der jetzt das Innerste berührt. Ohne zu wissen wie, versteht doch die Seele in größerem Zusammenhang, was dieses Wort jetzt sagen will, es passt auf wunderbare Weise sehr vielschichtig und das Verstehen ist mit freudigem Erstaunen begleitet. Genauso erging es mir jetzt.

Für mich war es kein Zufall, dass es diese Worte waren, immer wieder klangen diese Worte des Propheten Maleachi bei der Betrachtung in mir, als wolle Gott diese jetzt persönlich in diese Zeit, über diese Region und diesen Ort aussprechen:  Euch, die ihr den Herrn fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen euch allen die Heilung (vgl. Mal 3, 20). Hörte ich nicht tatsächlich darin einen besonderen Ruf für diesen neuen Raum des Gebetes und der Anbetung? Gerade jetzt brannten sich diese Worte ein, im Rahmen der vielen Schritte, diesen neuen Gebetsraum mit Leben zu füllen, auf dem Weg, das eucharistische Gebetshaus HOPE in die Welt zu bringen, mit der großen Vision einer 24/7 Anbetung.

So schien es mir der besondere Ruf von HOPE, ein mächtiger Ort der Anbetung und Heilung zu werden, gerade jetzt in dieser Zeit. Jesus sieht die Verletzungen und Verwirrungen von heute. Er ist die Sonne der Gerechtigkeit, und er sieht, wie verwundet jeder einzelne ist. Er sieht, wie unsere ganze Gesellschaft ins Straucheln gerät. Vor allem kann er die wachsende psychische und geistige Not in ihrer ganzen Tiefe sehen, im Großen wie im Kleinen, er allein ist es, der sie bis auf den Grund ausloten kann. Und seine Antwort ist Liebe und Erbarmen. Heil und Heilung will er bringen, auf allen Ebenen, angefangen bei jedem einzelnen.

Wo ist die Sonne der Gerechtigkeit bis heute sichtbar unter uns?

Wir finden Jesus Christus mit Leib und Blut gegenwärtig in der konsekrierten Hostie. Anbetend betrachten können wir seinen Leib, sichtbar und doch verborgen unter dieser Gestalt des Brotes. Gewandelt während der Eucharistiefeier und nun ausgesetzt auf so vielen Altären und auch hier in unserem Gebetsraum, lädt er ein, uns unter die Ströme seiner heilenden der Liebe zu stellen. Es ist, als wolle er sagen: Ihr könnt es nicht ohne mich schaffen. Nichts könnt ihr ohne mich. Fürchtet euch nicht, zu mir zu kommen, eurem Jesus. Ich bin mächtig genug, um euch, eure Familien, eure Gesellschaft, eure Nation, ja euren Kontinent wiederherzustellen.

So hoffen wir, dass wir mit HOPE ein kleiner Mosaikstein sind, damit Jesus seine heilende Liebe auf uns fließen lassen kann.

Die aktuellen Termine von HOPE findet ihr hier (Aktuelles).

 

 

Jesus ist da. Jesus heilt.

Dort, wo Christus in der Eucharistie gegenwärtig ist, ist die Kraft Jesu besonders groß. Nicht selten wirkt Jesus besondere Ereignisse der Gnade, um uns im Glauben an seine außerordentliche Gegenwart in der Eucharistie zu stärken. Vier Zeugnisse vom machtvollen Wirken Jesu möchte ich euch hier gern vorstellen.

1 Befreiung von Drogensucht während eucharistischer Anbetung     2 Heilung eines sterbenden Kindes
3 Durch den Leib Christi erwacht ein Mädchen aus dem Koma
4 Heilung von multipler Sklerose während eines eucharistischen Segens

1   Befreiung von Drogensucht während eucharistischer Anbetung
Es war ein Durchbruch zur Befreiung von Drogensucht. Es brauchte nur Jesus in der Eucharistie. Allein seine mächtige, reale Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament. Als eine junge Frau, ich nenne sie hier Alicia, diesen befreienden Durchbruch erlebte, war sie kein Christ. Sie war seit mehreren Jahren drogensüchtig und völlig verzweifelt. Als sie sich das Leben nehmen wollte, schon das fünfte Mal, lief ihr Pater Nicholas Buttet über den Weg. Er hatte 2010 in Epinassey in der Schweiz die neue geistliche Gemeinschaft „Eucharistein“ gegründet, die sich besonders junger Menschen annimmt, die mit schweren Problemen zu kämpfen haben.

Bei der Gemeinschaft „Eucharistein“ in Epinassey, Schweiz (a)

Er rang ihr ab, es noch einmal mit dem eucharistischen Jesus zu versuchen, nur einmal. Sie verbrachte eine Stunde vor dem Allerheiligsten Sakrament, eine Stunde mit der Stoppuhr in der Hand, nachdem sie geschrien hatte: „Jesus, wenn du mir nicht zeigst, dass du es bist, werde ich gehen, ich bringe mich doch um, mein Leben ist sinnlos.“ Sie stand auf. Pater Buttet sah, wie sie sich an ihr Herz fasste, als habe sie Schmerzen. Er wollte sofort ins Krankenhaus fahren, aber sie erwiderte: „Nein…, es ist Liebe … Als ich zu Jesus sagte, ich gehe jetzt, weiß ich nicht wie es geschah, aber mein Herz wurde von der Zärtlichkeit Gottes durchbohrt. Jetzt weiß ich, er ist da, er liebt mich und mein Leben hat einen Sinn.“ Jesus ist da.

Eucharistische Anbetung in Epinassey bei der Gemeinschaft „Eucharistein“ (b)

Wie Pater Nicholas Buttet weiter berichtet, dauerte Alicias vollständige Heilung von ihrer Drogensucht noch lange, doch dieses Erlebnis vor dem eucharistischen Jesus war ein entscheidender Durchbruch. Seitdem fasste sie keine Drogen mehr an und begann, sich ein neues Leben aufzubauen. Mit Jesus. „Sehen Sie“, so Pater Nicholas Buttet mit Blick auf das Allerheiligste Sakrament, „Jesus ist wirklich da.“ (1)

2   Heilung eines sterbenden Kindes
Schwester Briege Mckenna, eine irischen Ordensfrau der Klarissinnen, die durch ihren Heilungsdienst seit den 80er Jahren weltweit bekannt geworden ist, berichtet von einer jungen protestantischen Mutter, deren Kind im Sterben lag. Die Mutter war durch einen Freund ermutigt worden, zu Einkehrtagen von Sr. Briege zu kommen, und hatte noch nie an etwas Katholischem teilgenommen. Sie war in heller Verzweiflung. Im Krankenhaus wachte ihr Mann bei ihrem Kind, dessen Tod kurz bevorstand. Während der Eucharistiefeier hörte die Mutter Sr. Briege über die wahre Gegenwart Jesu in der Eucharistie sprechen.  Sie hörte, dass es Jesus in der Hostie ist und dass es Jesus ist, der heilt.

Sr. Briege McKenna spricht bei dem Kongress Adoratio 2015 (c)

Obwohl sie nicht ganz verstand, was genau gemeint war, hatte sie großen Glauben an Jesus. Als während der Wandlung der Priester die Hostie erhob, streckte sie ihre Hände in Richtung Hostie aus und sagte:“Wenn Du es wirklich bist, Jesus, dann bitte heile meine kleine Tochter“. In diesem Moment musste eine unerwartete Wendung eingetreten sein, denn als sie später nach Hause kam, erfuhr sie von ihrem sehr aufgeregten Mann, dass es ihrer Tochter viel besser gehe und die Ärzte sie bald Hause entlassen wollten (2).

3    Durch den Leib Christi erwacht ein Mädchen aus dem Koma
Daniel-Ange, ein französischer Priester, der die internationale Evangelisationsschule „Jeunesse Lumière“ (Jugend Licht) gegründet hat, berichtet von der Heilung eines Mädchens, das durch den Leib Christ aus dem Koma erwachte.
„Ein afrikanisches Mädchen, das in die Universitätsklinik in Brüssel eingeliefert wird, fällt in ein irreversibles Koma. Seine Familie bittet ein Ehepaar, mit dem ich selbst gut befreudet bin, etwas zu unternehmen. Dieses öffnet die Bibel und der Blick fällt auf die Stelle ‚Sie ist nicht gestorben, sie schläft‘. Wer also kann das Mädchen wieder aufwecken, wenn nicht Jesus? Und wo ist Jesus zu diesem Zeitpunkt? Das Ehepaar bringt den Leib Christi in die Intensivstation. Gerade als der Leib des Herrn die Lippen des Mädchens berührt, öffnet es die Augen und die Lippen. Die Krankenschwestern geraten in Panik. Die Ärzteschaft ist verblüfft. Nach mehreren Krankenkommunionen kann das Mädchen das Krankenhaus wieder verlassen.“ (3)

Daniel-Ange feiert Eucharistie (d)

4   Heilung von multipler Sklerose während eines eucharistischen Segens
Bruder Leo Schwager, Mönch der Benediktinerabtei St. Otmarsberg in Uznach, Schweiz, durfte 1952 in außergewöhnlicher Weise die Kraft eucharistischen Jesus in Lourdes erleben. In einer Sekunde erfuhr er vollständige Heilung. Es war eine so ungewöhnliche Heilung, dass sie später nach vielen Prüfungen zu einem der vielen spontanen Wunder von Lourdes gerechnet und weltweit bekannt wurde. Es geschah während der eucharistischen Sakramentsprozession, die täglich an diesem zweitgrößten Marienwallfahrtsort der Welt stattfindet.

Sakramentsprozession in Lourdes (e)

Bruder Leo litt seit mehr als einem Jahrzehnt an Multipler Sklerose und befand sich im Endstadium. Die Ärzte hatten ihn aufgegeben. Er konnte sich kaum noch bewegen, nicht mehr sprechen, weder essen noch trinken, und man erwartete seinen baldigen Tod. Die Wallfahrt nach Lourdes war der letzte Versuch seiner Mitbrüder, Heilung für ihn zu erlangen. Als der Bischof mit Jesus in der Monstranz vor seiner Bahre stand und ihn segnete, „durchfuhr es ihn wie ein Blitzschlag“, wie er selbst berichtet. „Wie eine Feder habe es ihn von seinem Krankenwagen auf den Boden geworfen“, berichteten Augenzeugen, direkt vor das Allerheiligste. Der Arzt neben ihm erschrak und wollte ihn versorgen, doch Bruder Leo, der vorher nicht mehr sprechen konnte, sagte mühelos, es sei alles in Ordnung, er sei gesund. Da kniete sich der Arzt neben ihn hin, betete mit ihm an, und der Bischof beendete den Segen. Es war eine vollständige Heilung, keine einzige Beschwerde blieb zurück (4).

Bruder Leo trägt eine Kerze bei einer Prozession in Lourdes nach seiner Heilung (f)

Nach mehrjähriger Untersuchung kamen nicht nur eine, sondern sogar zwei ärztliche Kommissionen, zu dem Ergebnis, dass bei dieser vollständigen Heilung keinerlei natürliche Einwirkungen, weder körperliche noch psychische, im Spiel gewesen waren. Nicht nur, war er gerufen zu einer „besonderen Sendung als Zeuge von Gottes heilender Macht auf die Fürsprache Mariens“, wie Bischof Ivo von St. Gallen sagte. Er wurde gleichzeitig ein Zeugnis für die Macht Jesu im Allerheiligsten Sakrament. Bruder Leos Leben ist darüber hinaus bemerkenswert, weil es trotz der machtvollen Heilung von großen Leiden geprägt war und er schließlich an Knochenkrebs erkrankte und daran verstarb. Er gab nicht nur Zeugnis über die heilende Macht Jesu, sondern auch dafür, sich ganz in den Willen Gottes zu fügen. „Alles ertrug er mit Geduld“, schreiben seine Mitbrüder (5). Ist dieses nicht ein ebenso starkes Zeugnis? Wie jemand durch die Kraft Jesu in großem Leiden im inneren Frieden bleibt, und mit Ijob spricht: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, gelobt sei der Name des Herrn.“ (Ijob 1, 21)

Immer wieder bezeugt Jesus seine unbeschränkte Macht zu heilen. Eine junge Drogensüchtige wird während eucharistischer Anbetung geheilt, Bruder Leo während des eucharistischen Segens, ein kleines Mädchen, das im Sterben lag, kommt zurück ins Leben, und ein weiteres Mädchen, das durch den Leib Christi aus dem Koma erwachte — vier Beispiele von unzähligen Segenstaten, die Jesus durch sein Allerheiligstes Sakrament bewirkt. Jesus ist da, gegenwärtig in der Eucharistie, und er bezeugt sich.

 

Quellen- und Fotonachweise:
(1)  vgl. Buttet, Nicholas: The Eucharist, Adoration and Healing. In: Reid, Alcuin (Ed.): From Eucharist Adoration to Evangelization. London, 2012, S. 111-126.
(2) Briege McKenna: The Power of the Sacraments. Dublin, 2009, S. 33.
(3) Daniel-Ange: Die Eucharistie – Leib der Liebe. Linz, 2006, S. 135
(4) http://de.lourdes-france.org/vertiefen/heilungen-und-wunder/heilung-von-bruder-leo
(5) http://abtei-uznach.ch/de/pages/br.leo.php
Fotos:
(a-b) http://eucharistein.org/nos-maisons/epinassey-suisse/
(c) eigenes Bild
(d) http://a142.idata.over-blog.com/366×550/0/19/79/02/2008—1/daniel-ange
(e) http://www.pelerinage-rosaire.org/wp-content/uploads/2016/03/DSC_4802-procession-eucharistique-dubois.jpg
(f) http://abtei-uznach.ch/de/pages/br.leo.php

Befreiende Gegenwart

Sonntag morgen, 8.30 Uhr. In der Messe höre ich die Lesung des Tages aus dem Buch Josua. Plötzlich der Satz: Weiterlesen

Orte der ewigen Anbetung sind prophetisch

„Kapellen der ewigen Anbetung sind prophetisch“, so Pfr. Ghislain Roy am 23.7.2015 auf der ADORATIO 2015 im südfranzösischen St-Maximin-la-St-Baume. Es ging tief in mein Herz. Besonders, weil es ja genau unser Anliegen der 24-7-Anbetung in unserer Gemeinde vor Ort ist. Weiterlesen

Immer für Dich da

Gründonnerstag. Jesus trifft sich mit seinen Jüngern zum letzten Abendmahl. Der Apostel Paulus gibt einen dichten Bericht über die Ereignisse: „Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!“ (1. Korintherbrief 11,23-25) Weiterlesen

Anbetung – eine heilende Beziehung

(aktualisiert am 17. 9. 2018)

Wir sind gerufen zu einer Beziehung, die das Menschliche übersteigt. Wir sind im wahrsten Sinne vorherbestimmt für das Zusammensein mit dem, der unser Ursprung und Ziel ist: mit Gott, der uns geschaffen hat. Alles in uns ist darauf angelegt, Beziehung und Gemeinschaft mit dem Dreifaltigen Gott einzugehen. Wir, als ganze Menschen mit Leib und Seele, sind befähigt, Gott zu erkennen und zu empfangen; dieses nennt die Kirche die „Gottfähigkeit“ des Menschen.

Die Kirche sagt sogar, dass die Beziehung mit Gott die erste und wichtigste Beziehung des Menschen ist. Weiterlesen

Jesus lässt erblindeten Ex-Satanisten Zachary King wieder sehen

Collage2 Zachary Org.

Zachary King mit einem Priester vor der Basilika St. Madeleine, Provence, in der Sr. Briege McKenna während des ADORATIO-2014-Kongresses für ihn gebetet hat (das Bild dürfen wir mit seiner freundlichen Genehmigung nutzen)

24. Juli 2014. „Zachary musste vor Freude weinen, als er zum ersten Mal wieder seine Frau sehen konnte“, gibt Father Sean Davidson per Mikrofon während der Abschlußmesse des eucharistischen Kongresses ADORATIO 2014 im südfranzösischen St. Maximin-la-Sainte-Baume durch. Weiterlesen